Säuretest: Untersuchung der Auswirkungen des Klimawandels auf Korallenriffe

Das Wasser rund um die vulkanische Ambitle-Insel in Papua-Neuguinea ist zu einem natürlichen Labor für Wissenschaftler geworden, um die Auswirkungen des Klimawandels auf Korallenriffe zu untersuchen.

Oben abgebildet sprudeln sprudelnde Ströme von vulkanischem Kohlendioxid vom Meeresboden durch seichtes Wasser, wo die Geologie hohe Temperaturen und Säuregrade erzeugt. Diese natürlich vorkommenden Bedingungen ähneln denen, von denen Wissenschaftler erwarten, dass sie am Ende dieses Jahrhunderts infolge der Klimakrise häufiger auftreten. Während die extremen Bedingungen hier normalerweise als zu sauer angesehen werden, als dass Korallen wachsen könnten, scheint das Riff gesund zu sein. Dies macht den Ort ideal für Forscher, um besser zu verstehen, wie sich die durch den Klimawandel verursachte Versauerung der Ozeane auf Korallenriffe auswirkt.

Korallenriffe bieten nicht nur verschiedene Ökosysteme für das Leben im Meer, sondern tragen auch zum Schutz der Küstengemeinden bei, indem sie die Kraft der Wellen verringern. Schätzungen zufolge sind weltweit rund 500 Millionen Menschen auf Riffe angewiesen, um die Küstenverteidigung sowie Nahrung und Arbeitsplätze zu gewährleisten. Die Versauerung des Ozeans und die durch Kohlenstoffemissionen verursachten steigenden Meerestemperaturen sowie lokale Faktoren wie Überfischung und Umweltverschmutzung bedrohen jedoch das Überleben von Korallen.

Das folgende Bild des Korallenforschers und Fotografen Tom Shlesinger wurde während einer Expedition im Rahmen des Projekts zur Akklimatisierung des Korallenriffs zur Ozeanversauerung aufgenommen. Ziel ist es, besser zu verstehen, ob und wie sich Korallen anpassen können, um unter wärmeren und saureren Bedingungen zu überleben.

Von der Royal Society veröffentlichte Untersuchungen ergaben, dass einige Korallentypen eine Toleranz gegenüber erhöhten Temperaturen aufbauen können, was „einen Hoffnungsschimmer bietet, dass sich zumindest einige Korallenarten schnell genug akklimatisieren können, um mit der globalen Erwärmung Schritt zu halten“, schreiben die Autoren.

Shlesinger war Finalist in der Kategorie Geowissenschaften und Klimatologie des Royal Society Publishing Photography Competition 2019.

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